Kulturwissenschaft

Kultur­wissenschaft

Unser kulturwissenschaftliches Programm ist so vielfältig wie die Kulturwissenschaften selbst: wissenschaftliche Auseinandersetzung mit künstlerisch-kulturellen Ausdrucksformen wie Literatur, Musik, Theater, Tanz, Kunst und Religion sind hier ebenso vertreten wie philosophisch-soziologische Analysen gesellschaftlich-kultureller Verhältnisse. Ob historisch-vergleichend oder gegenwartsbezogen, ob theoretisch oder empirisch, unsere Schriftenreihen und Einführungen greifen aktuelle Paradigmen der kulturwissenschaftlichen Forschung auf.

Kulturwissenschaft
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Schriftenreihen

Calliphaea

Literatur – Theater – Film

Herausgegeben von Julia Brühne und David Klein

Calliphaea war eine antike Flussnymphe, die zusammen mit ihren Schwestern eine Quelle bewohnte, die, laut Pausanius, in den Fluss Kytherios gemündet haben soll. Inspiriert vom Wohnort ihrer Namensgeberin – dem Ort, an dem zwei Ströme ineinanderfließen – fragt die Schriftenreihe nach Verknüpfungen und Durchdringungen, die sich im Feld der Literatur, des Theaters und des Films ereignen. Die drei Gattungen sollen dabei sowohl separat als auch in ihrer Verknüpfung miteinander untersucht werden. Von besonderem Interesse sind v.a. solche Arbeiten, die Literatur, Theater, Film und deren verschiedene Genres (partiell) als Resultate unterschiedlicher historischer Rezeptions-, Austausch-, Übersetzungs- und Translationssituationen beleuchten. Veröffentlicht werden können sowohl Sammel- und Konferenzbände als auch Monografien, beispielsweise Dissertationen.

Catholica

Katholizismen im Kontext

Herausgegeben von Thomas Pittrof, Annette Langner-Pitschmann, Daniel Weidner und Caroline Emmelius

Die Geschichte der konfessionskulturellen Prägung des Christentums durch seine Katholisierung ist ein bis heute unabgeschlossener Prozess. An ihm zeigt sich: In den bislang 2000 Jahren des immer wieder neu bedachten Verhältnisses der Kirche zu sich selbst wie zur „Welt vor den Toren der Kirche“ (E. Langgässer) hat sich ‚das‘ Katholische zu einer Fülle weltweiter, zeitlich wie kulturräumlich differenzierter Katholizismen entfaltet. Deren Gestaltbildungen wie Dynamiken nehmen die Studien und Quellensammlungen der vorliegenden Reihe in den Blick: interdisziplinär, konfessions- und religionsvergleichend.

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Comics|Histories

Herausgegeben von Jessica Bauwens-Sugimoto, Felix Giesa und Christina Meyer

Die Buchreihe konzentriert sich auf (Vor-)Geschichten und Genealogien sowie die Voraussetzungen dessen, was heute als Comic, grafische Erzählung, Manga etc. in einer globalen Perspektive erscheint. Sie setzt sich nicht nur mit Theorien und Methoden der Comicforschung auseinander, sondern auch mit zentralen geschichtswissenschaftlichen Anliegen (spezifiziert in der Literatur-, Kultur-, Medien- oder Kunstgeschichte usw.). Studien, die in der neuen Reihe erscheinen, nähern sich Comics und ihrer unterschiedlichen (Entwicklungs-)Geschichte aus einer transnationalen und zugleich kulturell situierten Perspektive. Schließlich thematisiert die Reihe die Geschichte des expandierenden Feldes der Comics Studies.

Cultura

Herausgegeben von Gabriele Brandstetter, Johannes Lehmann, Andrea Polaschegg, Ursula Renner und Beate Söntgen

Die Reihe cultura versammelt Studien aus der Literatur-, Kunst-, Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft mit kulturwissenschaftlicher Ausrichtung. In den Blick genommen wird Kultur in Gestalt von semiotischen Prozessen und Praktiken, von Bedeutungsspielen und Mediendynamiken, Formgebungen und -transformationen. Durch diesen Fokus auf dem Zusammenhang von aisthesis, poiesis und praxis wird die Brücke zwischen Kulturwissenschaft und  ästhetischen Phänomenen geschlagen. Damit ist die Reihe ein Ort der kontinuierlichen Reflexion und Weiterentwicklung kulturwissenschaftlicher Geisteswissenschaft.

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»Erscheinungsräume«

Herausgegeben von Jörn Etzold und Martin Jörg Schäfer

Ein Erscheinungsraum bildet sich für Hannah Arendt dann, »wenn Menschen handelnd und sprechend miteinander umgehen« und dabei die Machtverhältnisse, die diesen Raum hervorbringen und aufrechterhalten, stets neu zur Disposition stellen. Über Arendt hinaus sind diese Aushandlungsprozesse jedoch auch auf solche mit und zwischen nichtmenschlichen Wesenheiten zu erweitern. Die Bücher dieser Reihe untersuchen die Zugangsregeln zu Erscheinungsräumen, ihre Infrastrukturen sowie die Erfahrungen, die in ihnen erprobt oder aufs Spiel gesetzt werden. An der Schnittstelle zwischen Theater- und anderen Kulturwissenschaften, Performance Studies, politischer, post- und dekolonialer Theorie, Anthropologie sowie Queer und Gender Studies fragen sie, wer oder was zur Erscheinung kommen kann, wo und wie und unter welchen Bedingungen. Wie experimentieren die szenischen Künste mit möglichen Formen von Erscheinen und machen seine Räume erfahrbar?

Europäische Kommunikationskulturen

Herausgegeben von Rotraud von Kulessa und Marina Ortrud Hertrampf

Wissenschaftlicher Beirat: Nicolas Brucker, Magda Campanini, Marcela Gladys Crespo Buiturón, Pieetsie Feenstra, Victor Ferretti, Fabio Forner, Sabine Schwarze, Catriona Seth, Christoph Vatter, Kirsten von Hagen, Christian von Tschilschke

Mit ihrem Forschungsgegenstand, d.h. den romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen, stellt die deutschsprachige Romanistik seit jeher die Frage nach den wechselseitigen Beziehungen zwischen den nord- und osteuropäischen Regionen und den europäischen Mittelmeerregionen sowie zwischen dem vielsprachigen Europa und der romanischsprachigen Welt. Die sprachlichen, literarischen, kulturellen und medialen Ausdrucksformen der Romania stellen Kommunikationskulturen dar, die trotz ihrer Vielfältigkeit eines gemein haben, sie fungieren als kulturelle Mittler und übernehmen insbesondere in der globalisierten Welt zentrale Brückenfunktionen in und für Europa. In der neuen romanistischen Reihe »Europäische Kommunikationskulturen« werden Qualifikationsarbeiten, Monographien und Sammelbände aus den Sprach-, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften publiziert, die im weitesten Sinne diesem Profil Rechnung tragen. Auch komparatistische Arbeiten mit einem romanistischen Schwerpunkt können in dieser Reihe veröffentlicht werden. Die Reihe trägt der Vielsprachigkeit der Romania (und Europas) Rechnung, so dass neben Veröffentlichungen in deutscher Sprache auch solche in den romanischen Sprachen und auf Englisch denkbar sind. Der Aufnahme in die Reihe liegt ein Peer Review Verfahren durch den wissenschaftlichen Beirat zugrunde.

Freiburger Romanistische Arbeiten

Herausgegeben von Andreas Gelz, Ursula Hennigfeld, Hermann Herlinghaus, Daniel Jacob, Rolf Kailuweit, Thomas Klinkert und Stefan Pfänder

Die Reihe »Freiburger Romanistische Arbeiten« ist das zentrale Publikationsorgan der Freiburger Romanistik. Sie versammelt von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung geförderte Projekte, darunter ausgezeichnete Qualifikationsschriften. Die Forschungsbeiträge aus der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft eint ihr intermedialer und interdisziplinärer Zuschnitt sowie ihre Ausrichtung an aktuellen, zeitgemäßen Fragestellungen. Die Bände erscheinen hauptsächlich in deutscher, aber auch in französischer, italienischer, spanischer und englischer Sprache.

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Oeconomica

Studien zur Wirtschaftsgeschichte der griechisch-römischen Welt
Herausgegeben von Kerstin Droß-Krüpe und Patrick Reinard

Die griechisch-römische Welt war in allen Belangen direkt oder indirekt von ökonomischen Aspekten geprägt, die das Handeln von Individuen, Institutionen und anderer Gruppierungen beeinflussten. Ursprünglich ein eher randständiges Thema, steht die antike Wirtschaft inzwischen im Fokus der Forschung. Hierzu haben sowohl die Überwindung der Primitivismus-Modernismus-Debatte als auch die Erweiterung der Quellenbasis beigetragen. Gerade durch papyrologische, epigraphische und archäologische Quellen können wirtschaftshistorische Fragen heute umfassender und kleinteiliger analysiert und diskutiert werden. Die Reihe untersucht griechisch-römische Ökonomien auf einer möglichst breiten Überlieferungsbasis und erschließt unter Anwendung moderner wirtschaftswissenschaftlicher Abstraktionsmodelle neues Material. Eingereichte Manuskripte für Monographien oder Sammelbände in deutscher oder englischer Sprache durchlaufen ein anonymes Peer-Review-Verfahren.

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Pop: Kultur | Medien | Ästhetik

Herausgegeben von Daniel Illger und Christine Lötscher

Videospiele und Fernsehserien, YouTube und TikTok, Blockbuster und Bestseller – unsere Gegenwart ist in höchstem Maße geprägt durch populäre Medien und die Praktiken ihres Konsums. Vor diesem Hintergrund will die Reihe dazu beitragen, in medienästhetischer Perspektive die Funktions- und Wirkungsweisen des Populären zu erschließen. Grundlegend ist die Annahme, dass eine Analyse populärkultureller Phänomene dabei helfen kann, die Sehnsüchte und Ängste, Hoffnungen, Träume und Nöte von Rezeptionsgemeinschaften zu verstehen, die die Grenzen von Milieus und Kulturen überschreiten und potentiell in die Millionen zählen. In diesem Sinn kann Populärkulturforschung als Instrument der Kulturanalyse und Zeitdiagnostik dienen und dazu beitragen, den Blick auf eine Gegenwart zu schärfen, die, von globalen Krisen und Konflikten gezeichnet, apokalyptische Untergangsszenarien ebenso inspiriert wie transhumane Zukunftsentwürfe und ökokritische Utopien. In der Reihe erscheinen Monografien, Sammelbände und Essays aus literatur- und kunstwissenschaftlichen Disziplinen sowie Film- und Medienwissenschaft.

Quellen zur Kunst

Herausgegeben von Ulrich Pfisterer. Begründet von Norbert Gramaccini

In den »Quellen zur Kunst« werden die behandelten Kunstwerke aus der Warte einer oder mehrerer zeitgenössischer schriftlicher Quellen vorgestellt. Ausgangspunkt hierbei ist das ursprüngliche Verständnis eines Werkes der Malerei, Bildhauerei, Architektur oder Grafik. Bei den Quellen kann es sich um literarische Essays, um Aussagen des Künstlers, um ikonografische Programme, aber auch z.B. um Streitschriften, Chroniken oder Rezensionen handeln.

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Scenae

Herausgegeben von Gabriele Brandstetter und Clemens Risi

Die im Jahr 2013 gegründete Reihe »Scenae« versammelt Monografien, Sammel- und Tagungsbände, die sich mit Themen aus dem Bereich der Tanz-, Theater- und Musik-Theater-Wissenschaft auseinandersetzen. Mit Blick auf die facettenreiche Vielfalt der szenischen Künste und Medien sind die Fragestellungen interdisziplinär ausgerichtet, und das spannungsvolle Wechselverhältnis von Theorie und Praxis, von Wissenschaft und Kunst wird dabei stets mitbedacht.

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Studies of the Baltic Sea Region

Herausgegeben von Alexander Drost, Marie-Theres Federhofer und Clemens Räthel

Studies of the Baltic Sea Region versammelt Forschungsbeiträge aus den Geschichts-, Literatur-, Sprach- und Sozialwissenschaften, die mit einer kulturwissenschaftlichen Perspektive auf den Ostseeraum fokussieren. Wir verstehen den Ostseeraum als eine kulturell, geographisch und politisch verbundene Region, die sich durch eine Vielfalt an Kulturen, einzigartige Ökosysteme und ihre besondere geopolitische Bedeutung auszeichnet. Die Reihe bietet eine interdisziplinäre Plattform für Monografien, Qualifizierungsarbeiten und kollaborative Publikationsprojekte, die (historische) Entwicklungen, Veränderungen, Konzeptionen und kulturelle Austauschbeziehungen innerhalb dieser Region in den Blick nehmen. Veröffentlichungen können in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Thanatologische Studien

Herausgegeben von Thorsten Benkel

Wissenschaftlicher Beirat: Corina Caduff, Sonja Kmec, Matthias Meitzler, Dirk Pörschmann und Bernt Schnettler

Sterben, Tod und Trauer müssen als elementare Formen des kulturellen Zusammenlebens angesehen werden, da es im Rahmen des menschlichen Zusammenlebens unvermeidlich ist, sich nicht mit ihnen auseinanderzusetzen. Das Verschwinden von Sozialpartner:innen, der Schmerz des Verlustes, die Verwandlung eines lebendigen Leibes in einen toten Körper, die Symbole und Rituale der Verabschiedung, die Einbringung von medizinischen, religiösen und anderen Expertisen und viele weitere Aspekte offenbaren einerseits das Potenzial der fundamentalen Erschütterung, als die ein spezifisches Lebensende erfahren werden kann. Andererseits machen diese Ausdrucksformen und Verhaltensweisen evident, dass Sterben und Tod nicht als reines Naturgeschehen erfolgen. Sie spielen sich umgeben von gesellschaftlichen Mechanismen ab, die mittlerweile eine große, bisweilen ambivalente Vielfalt reflexiver Verfahren im Umgang mit der Endlichkeit des Lebens widerspiegeln.
Der Tod ist die sicherste Zukunftsaussicht, die ein Mensch besitzt. In diesem Sinne gibt die Schriftenreihe »Thanatologische Studien« sowohl theoretischen wie auch empirischen Arbeiten eine publizistische Heimat, die sich aus den Blickwinkeln verschiedener Disziplinen mit den sozialen, normativen, ästhetischen, spirituellen, körperbezogenen, psychologischen oder mit anderen Facetten von Sterben und Tod und damit auch von Trauer und Gedenken befassen.

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Theorie und Geschichte der Kulturtechniken

Herausgegeben von Bernhard Siegert und Harun Maye

Kulturtechnikforschung wendet sich explizit gegen die Ontologie philosophischer Begriffe. Es gibt nicht den Menschen unabhängig von Kulturtechniken der Hominisierung, es gibt keine Zeit unabhängig von Kulturtechniken der Zeitmessung, es gibt keinen Raum unabhängig von Kulturtechniken der Raumerschließung usw. Aus Sicht der Kulturtechnikforschung haben es Geistes- und Kulturwissenschaften nicht mit Künstlern, Ideen oder den Großsemantiken der Hochkultur zu tun, sondern mit den vielen medialen Operationen, aus denen Begriffe wie Bild, Schrift und Zahl, aber auch »der Mensch« und »die Geschichte« allererst hervorgegangen sind. In der Reihe Theorie und Geschichte der Kulturtechniken werden Monografien und Tagungsbände zu Techniken des Mediengebrauchs veröffentlicht. Studien zu »elementaren Kulturtechniken« (Lesen, Schreiben, Rechnen, Bildermachen) werden ergänzt um Arbeiten über die Techniken des Körpers, der Archivierung, der Zeitbewirtschaftung, der Navigation, der Tier- und Pflanzendomestikation u.a.m.

Transgressionen

Literatur, Musik und Künste um 1900

Herausgegeben von Anna-Katharina Gisbertz, Eva-Tabea Meineke und Gesa zur Nieden

Die Reihe sondiert die künstlerisch-kulturelle Vielfalt der Literatur, Musik und Künste in der Umbruchszeit um 1900 mit besonderer Berücksichtigung der intermedialen, komparatistischen und interdisziplinären Vernetzungen. Der Begriff der Transgression beschreibt die zahlreichen Suchbewegungen und künstlerischen Experimente, die sich im Kontext der Modernisierung und Technisierung entfalten und nationale Traditionen aufbrechen sowie europaweit die Grenzen von Gattungen, Künsten, Disziplinen und Sprachen überschreiten. Konventionelle Sichtweisen werden entweder provokant verworfen oder auch entschieden ausgestellt: In Zentren und Peripherien entstehen moderne und anti-moderne Strömungen. Bislang marginalisierte Akteur:innen, durch Migration bedingte globale Einflüsse sowie heterogene Entwicklungen werden anhand neuerer theoretischer Ansätze aus den Literatur-, Musik- und Kulturwissenschaften, den Diversitätsstudien und Genderwissenschaften einbezogen. Sowohl Arbeiten aus den Einzeldisziplinen der Philologien, Musik und Künste sowie vergleichende kulturtheoretische Ansätze finden Aufnahme. Intendiert ist eine Erweiterung der wissenschaftlichen Perspektiven auf die Epoche der Moderne.
In Planung
Band 1: Non-binäre Identitäten und Konzepte in Literatur, Musik und Kunst um 1900 (2023)

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Transozeanische Literatur- und Kulturbeziehungen

Herausgegeben von Anne Kraume und Miriam Lay Brander

Die Ozeane werden in der geisteswissenschaftlichen Forschung zunehmend als Räume nicht nur physischer, sondern auch symbolischer Überschreitungen territorialer, nationaler, regionaler, kultureller und epistemologischer Grenzen betrachtet. An diesen oceanic turn (Elisabeth DeLoughrey) anknüpfend möchte die geplante Reihe insbesondere romanistischen Arbeiten Raum geben, die ein innovatives Verständnis transozeanischer Literatur- und Kulturbeziehungen befördern. Im Zentrum des Interesses stehen jene Austauschbewegungen, welche die vielfältigen Verbindungen zwischen den Literaturen und Kulturen der Welt manifest werden lassen. Über den klassisch transatlantischen Fokus hinaus sollen aus diesem Grund insbesondere der transpazifische Kontakt zwischen Lateinamerika und Asien, die transmediterranen Verbindungen zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Orient sowie der über den Indischen Ozean hinweg stattfindende Austausch zwischen Afrika, Australien und Asien in den Blick genommen werden. Ausgehend von aktuellen literatur- und kulturtheoretischen Ansätzen versammelt die Reihe Arbeiten, die nach der transozeanischen Mobilität kultureller Themen, Formen, Praktiken und Artefakte und nicht zuletzt auch nach deren Verbindung zu dem je spezifischen Raum fragen, innerhalb dessen sie sich bewegen.