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Rombach Wissenschaft in der Presse

Hier stellen wir regelmäßig News und aktuelle Rezensionen für Sie zusammen.

News

Neue Volontärin im sozial- und geisteswissenschaftlichen Lektorat

Isabell Oberle ist promovierende Sprach- und Literaturwissenschaftlerin und taucht bei Nomos und Rombach Wissenschaft nun in die Lektoratsarbeit ein

Kurz vor Jahreswechsel, im Dezember 2020, hat Isabell Oberle ihr Volontariat im sozial- und geisteswissenschaftlichen Lektorat von Nomos und Rombach Wissenschaft begonnen. Während ihres Studiums der Romanistik und Neueren Deutschen Literatur (BA), Europäischen Literaturen und Kulturen (MA) in Freiburg hatte sie bereits erste Kontakte zum Rombach Verlag. Sie absolvierte dort im Jahr 2015 ein dreimonatiges Praktikum und wurde in der Folge freie Lektorin für Projekte, die sie während des Praktikums begonnen hatte. Im August vergangenen Jahres schließlich beendete sie ihre Doktorarbeit in dem SFB 948 Helden – Heroisierungen – Heroismen, der eine eigene Reihe im Ergon Verlag hat. Darüber hinaus ist Isabell Oberle selbst Nomos- bzw. Rombach-Herausgeberin mit dem Band „Heldenhaftes Warten in der Literatur“.

Bereits im Studium konnte sich die neue Volontärin somit ein Bild von der Arbeit eines Wissenschaftsverlags machen und schätzt daran besonders, direkt an der Schnittstelle zwischen Wissenschaftsbetrieb und Koordination von Buchprojekten tätig sein zu können. Isabell Oberle freut sich: „Bei Rombach bin ich besonders nahe an meinen eigenen Fächern, v.a. Literatur- und Kulturwissenschaft. Ich bin aber auch sehr neugierig auf die angrenzenden Fächer wie Tanz- und Musikwissenschaft.“ Sie wünscht sich, im Rahmen ihres Volontariats den wissenschaftlichen Diskurs durch Identifizierung zeitgemäßer Themenfelder, Anregung konkreter Reihen oder Titel mitbestimmen zu können, und ist gespannt, die Abläufe eines Wissenschaftsverlags aus der Praxis kennenlernen und sich aneignen zu können.

Dr. Friederike Wursthorn, die Lektorin bei Nomos und Rombach Wissenschaft ist, freut sich sehr, dass Isabell Oberle das Team als neue Volontärin unterstützt: „Ich kenne sie noch aus Freiburg und habe bereits dort ihre Motivation und Begeisterung für die Verlagsarbeit kennen und schätzen gelernt. Gemeinsam mit ihr blicken Rombach Wissenschaft und Nomos in ein spannendes Bücherjahr 2021.“

"Kaum ein Thema sagt mehr über eine Gesellschaft aus als deren Umgang mit dem Tod und dem toten Körper."

Im Interview mit unserer Autorin Dr. Stephanie Langer sprechen wir über ihr neues Buch "Obduktion und Leichenschau", welches eine Forschungslücke schließt

 

Sie sagen, Obduktionen seien heute omnipräsent. An welche Bereiche denken Sie dabei; wo begegnen uns Obduktionen in unserem Alltag?

Im Alltag begegnen uns Obduktionen vor allem in den Medien – kein Krimi, weder im Fernsehen noch in Buchform, kommt heute mehr ohne Rechtsmedizin aus. Klassische Kriminalromane, etwa von Agatha Christie, messen dem toten Körper des Opfers und dessen Obduktion hingegen kaum Bedeutung zu. Seit den 1980ern aber lässt sich ein verstärktes Interesse an der Rechtsmedizin feststellen. Das ist die Zeit, in der sich der genetische Fingerabdruck als Beweismittel etabliert. Dessen Bedeutung für die gegenwärtige Hinwendung zur Forensik kann kaum unterschätzt werden. Das führt hin bis zum sogenannten „CSI-Effekt“, demzufolge Geschworene nur dann Urteile fällen, wenn ihnen Beweise präsentiert werden, wie sie sie aus der prominenten Fernsehserie kennen. Die tatsächliche Relevanz dieses Effekts ist umstritten, doch an ihm zeigt sich deutlich, wie bedeutend die Forensik in der Gegenwart ist. Dieser gegenwärtigen Perspektive halte ich in meinem Buch den Spiegel vor, indem ich einen Blick auf die Geschichte der Rechtsmedizin werfe. Als sich die Rechtsmedizin im ausgehenden 18. Jahrhundert etablierte, hatte sie eine andere Rhetorik und zum Teil andere Fragen als die heutige Rechtsmedizin und vor allem als der populäre Diskurs, in den sie dann eingegangen ist. In meinem Buch zeige ich auf, wie sich die Rechtsmedizin seit 1800 verändert hat. Zugleich geht es mir aber auch darum, aufzuzeigen, welche Praktiken seit den Anfängen der Rechtsmedizin im Wesentlichen unverändert geblieben sind und mit welchen Fragen die Rechtsmedizin damals wie heute konfrontiert ist.

Wie kamen Sie persönlich dazu, sich mit dem Thema in der Literatur auseinanderzusetzen?

Mein Buch schließt eine Forschungslücke. In den vergangenen Jahren sind viele erhellende Studien erschienen, die sich mit Literatur und Recht beschäftigen. Eine Auseinandersetzung mit der Rechtsmedizin war jedoch bis dato ausständig, obwohl diese heutzutage medial so präsent ist. Ich erzähle nun die Kultur- und Mediengeschichte der Rechtsmedizin, indem ich literarische Texte aus Goethezeit, Moderne und Gegenwart gemeinsam mit jeweils zeitgenössischen Fällen lese und diese mit medizinischer und juristischer Fachliteratur kontextualisiere. Gerade der Fokus auf literarische Texte ermöglicht es, die jeweils zeitgenössischen Wissenspraktiken sowie die Fragen und die Rhetorik der Rechtsmedizin scharf zu stellen. Gleichzeitig hat jeder literarische Text seinen je eigenen Zugriff auf das Thema, den ich in meinen Lektüren herausarbeite.

Die Beschäftigung mit dem toten Körper klingt spannend, für manch einen gar etwas beängstigend. Was setzen Sie dem entgegen, weshalb sollten man das Thema noch mehr enttabuisieren?

Kaum ein Thema sagt mehr über eine Gesellschaft aus als deren Umgang mit dem Tod und dem toten Körper. Wenn wir den Blick darauf lenken, lernen wir viel über uns selbst und unsere Geschichte. Mir geht es vor allem darum, aufzuzeigen, welche Fragen Gesellschaften sich stellen, wenn tote Körper in den Fokus des Rechts geraten, welche Antworten sie auf diese Fragen geben – oder auch nicht – und welche Rhetorik sie hervorbringen.

Langer, Obduktion und Leichenschau

Unsere Rahmenvereinbarung über Open Access-Publikationen mit dem Konsortium Baden-Württemberg

Unter dem Dach der Nomos Verlagsgesellschaft und gemeinsam mit deren Imprints Academia und Ergon hat Rombach Wissenschaft eine Rahmenvereinbarung über die Open Access-Publikation von Monographien, Sammelbänden und Schriftenreihen mit dem Konsortium Baden-Württemberg getroffen.

Somit können dem Konsortium angehörige Einrichtungen ihre Werke bei Rombach Wissenschaft Open Access publizieren. Die Veröffentlichungen erscheinen grundsätzlich hybrid, also parallel als gedrucktes Buch und frei zugängliche elektronische Ausgabe unter einer Creative Commons Lizenz (i.d.R. CC-BY) in der Nomos eLibrary. Nach der Aufnahme eines Werkes in das Verlagsprogramm entscheidet das Konsortium Baden-Württemberg in einem zügigen und unbürokratischen Verfahren über die Einbeziehung in die Förderung, in deren Rahmen der Verlag für seine Leistung einen Pauschalbetrag pro Titel erhält, der die Kosten der Publikation abdeckt.

Die Verlagsgesellschaft freut sich über die Rahmenvereinbarung, mit der eine faire Finanzierung von Open Access-Publikationen möglich wird, und die als Vorbild für vergleichbare Vereinbarungen mit anderen Partnern dienen kann. Die Rahmenvereinbarung ist ein wesentlicher Schritt zur Transformation der klassischen Buchpublikation in Richtung größtmögliche Sichtbarkeit und Zugänglichkeit aktueller Forschungsergebnisse. Mit dieser Vereinbarung wird auch die wesentliche Rolle wissenschaftlicher Verlage bei der professionellen Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse anerkannt.

Die Nomos eLibrary besteht seit 2012 und ist zu einer der führenden Plattformen für wissenschaftliche Publikationen geworden. Auch von zahlreichen anderen Qualitätsverlagen wird sie als Plattform zur Verbreitung von Publikationen genutzt. Von Anfang an ist die Nomos eLibrary auf größtmögliche Offenheit ausgelegt und daher für Open Access-Publikationen besonders gut geeignet.

Rezensionen

Castillo, Linguistic Landscape Studies

The French Connection

»this book represents the first edited LL collection to focus exclusively on French and its associations in different francophone settings around the globe. Following a short introduction, the editors present eleven chapters of significant geographical, theoretical, and methodological scope. Critics might consider such a range indiscriminate, however in this case it demonstrates the variability of interests currently underpinning LL studies and its related fields… the volume will benefit scholars interested not only in French and francophone questions, but also in language contact, developing LL methodologies, and the ongoing discussions around the relationship between quantitative and qualitative analytical strategies.«
Will Amos, Linguistic Landscape 6:3/2020

Castillo Lluch ua., Linguistic Landscape Studies

 

Renner, Zeichenspiele

Archäologie und Signatur der Moderne

»Mit dem Verweis auf Zeichen und Bilder, die nach Baudelaire die Welt ausmachen, legt Rolf G. Renner im vorliegenden Band noch einmal in gebündelter Form die Ergebnisse seiner umfangreichen und vielschichtigen literatur- und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen vor. Die Fülle des Materials, das dezidierte Text- und Bildverständnis, aber auch die nuancierte und elegante Argumentation und nicht zuletzt die theoretische Dichte des vorliegenden Bandes machen das (Wieder-) Lesen der Aufsätze zu einem intellektuellen Vergnügen. Jedes Kapitel eröffnet neue Aussichtspunkte und Lesarten und Renner lasst uns in der scheinbar bekannten Literatur- und Kunstgeschichte immer wieder überraschende Details finden und versteckte Zusammenhänge erkennen. Der Band sei jedem ans Herz gelegt, dem die Neugier auf das Wechselspiel von Schrift und Bild, von Literatur, Malerei und Kino bzw. die Lust am ›dichten Lesen‹ erhalten geblieben ist.«
Christiane Weller, Limbus Jahrbuch 206-2011

Renner, Zeichenspiele

Kling, Unter Wölfen

Geschichten der Zivilisation und der Souveränität vom 30-jährigen Krieg bis zur Französischen Revolution

»Dass Wölfe seit jeher politische Tiere sind, zeigt Alexander Kling nun in einem neu erschienenen Buch auf beeindruckende Weise. Alexander Kling gelingt mit Unter Wölfen ein großer Wurf… inhaltliche Tiefe und große Belesenheit… Argumentationsführung plausibel und überzeugend… Klings Text ist eindrucksvoll klar und verständlich geschrieben… eine lohnende Lektüre… hohe Relevanz.«
Sebastian Ehret, Tierstudien 17/2020, 163-164

Kling, Unter Wölfen

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